KIG Einstufung: So misst der Kieferorthopäde
Thomas Hofstetter
Versicherungsfachmann (IHK) und Experte für Zusatzversicherungen
Veröffentlicht am 19.10.2026
Bildquelle: KI Generiert
KIG 2 oder KIG 3 kann bei einer Zahnspange einen entscheidenden Unterschied machen. Doch wie kommt der Kieferorthopäde überhaupt zu dieser Einstufung? Thomas Hofstetter erklärt, welche Fehlstellungen gemessen werden, warum wenige Millimeter entscheidend sein können und weshalb sichtbar schiefe Zähne nicht automatisch KIG 3 bedeuten.
KIG Einstufung: Warum beim Kieferorthopäden Millimeter entscheiden
Dein Kind sitzt beim Kieferorthopäden. Die Zähne stehen sichtbar schief, vielleicht ist der Überbiss deutlich zu erkennen und eigentlich scheint klar zu sein:
Hier muss eine Zahnspange her.
Dann fällt plötzlich ein Begriff wie KIG 2, KIG 3 oder vielleicht KIG 4.
Für Eltern wirken diese Zahlen manchmal wie eine Schulnote für schiefe Zähne.
Genau das sind sie aber nicht.
KIG steht für kieferorthopädische Indikationsgruppen. Dahinter steckt ein festgelegtes System, mit dem bestimmte Zahn und Kieferfehlstellungen nach ihrem Behandlungsbedarf eingestuft werden.
Und dabei kann es tatsächlich auf wenige Millimeter ankommen.
In unserem Dental Wiki zu den kieferorthopädischen Indikationsgruppen findest du die KIG Stufen auch noch einmal übersichtlich dargestellt.
Hier möchte ich einen Schritt weitergehen:
Wie kommt der Kieferorthopäde eigentlich zu KIG 1, 2, 3, 4 oder 5?
KIG ist nicht einfach eine Skala für „mehr oder weniger schiefe Zähne“
Das ist der erste wichtige Punkt.
Man könnte zunächst vermuten:
- KIG 1 = ein bisschen schief
- KIG 2 = etwas schiefer
- KIG 3 = deutlich schief
- KIG 4 = sehr schief
- KIG 5 = extrem schief
Ganz so funktioniert das System nicht.
Das KIG System unterscheidet verschiedene Arten von Fehlstellungen.
Dazu gehören unter anderem:
- fehlende oder nicht angelegte Zähne
- Durchbruchsstörungen
- ein vergrößerter horizontaler Überbiss
- ein Vorbiss des Unterkiefers
- ein offener Biss
- ein tiefer Biss
- Kreuzbisse
- Engstände
- Platzmangel
- bestimmte schwere Kieferanomalien
Für diese unterschiedlichen Befunde gibt es jeweils eigene Kriterien.
Das bedeutet:
Zwei Kinder können beide KIG 4 haben und trotzdem völlig unterschiedliche Zahn oder Kieferfehlstellungen aufweisen.
Der Kieferorthopäde sucht nach dem Befund mit dem höchsten Behandlungsbedarf
Auch das ist wichtig zu verstehen.
Ein Kind hat häufig nicht nur eine einzige Abweichung.
Es kann beispielsweise gleichzeitig
- einen Engstand der Frontzähne,
- einen vergrößerten Überbiss
- und einen tiefen Biss
haben.
Der Kieferorthopäde untersucht diese unterschiedlichen Befunde.
Für das KIG System wird grundsätzlich die Fehlstellung mit dem höchsten bewerteten Behandlungsbedarf herangezogen und entsprechend dokumentiert.
Ein Kind kann also mehrere Zahnfehlstellungen haben, aber eine davon bestimmt die maßgebliche KIG Einstufung.
Das erklärt auch, warum Eltern manchmal überrascht sind.
Die Zahnstellung, die ihnen optisch am stärksten auffällt, muss nicht zwingend der Befund sein, der am Ende die höchste KIG Einstufung auslöst.
Diese Buchstaben können in einer KIG Diagnose auftauchen
Neben der Zahl kann in kieferorthopädischen Unterlagen auch ein Buchstabe stehen.
Beispielsweise:
D4
oder
E3
Das ist kein Geheimcode.
Der Buchstabe beschreibt die Art der Fehlstellung und die Zahl den jeweiligen Behandlungsbedarfsgrad.
Einige wichtige Gruppen sind:
| Kürzel | Befund |
|---|---|
| A | kraniofaziale Anomalien |
| U | Zahnunterzahl |
| S | Durchbruchsstörungen |
| D | vergrößerte sagittale Stufe nach vorne |
| M | umgekehrte sagittale Stufe beziehungsweise Vorbiss |
| O | offener Biss |
| T | tiefer Biss |
| B | bestimmte transversale Abweichungen |
| K | Kopf oder Kreuzbiss |
| E | Kontaktpunktabweichung beziehungsweise Engstand |
| P | Platzmangel |
Aus einer Diagnose wie E3 lässt sich damit bereits mehr ablesen:
E steht für einen Engstand beziehungsweise eine Kontaktpunktabweichung und 3 für den entsprechenden Behandlungsbedarfsgrad.
Beispiel Engstand: Hier können wenige Millimeter den Unterschied machen
Gerade beim Engstand lässt sich gut zeigen, warum die KIG Einstufung für Eltern manchmal schwer nachvollziehbar ist.
Viele Eltern sehen zunächst nur:
„Die Zähne stehen deutlich schief.“
Der Kieferorthopäde muss dagegen messen.
Bei der Kontaktpunktabweichung beziehungsweise dem Engstand gelten definierte Millimeterbereiche.
Vereinfacht dargestellt:
| Kontaktpunktabweichung | KIG Einstufung |
|---|---|
| unter 1 mm | KIG 1 |
| über 1 bis 3 mm | KIG 2 |
| über 3 bis 5 mm | KIG 3 |
| über 5 mm | KIG 4 |
Damit wird deutlich, warum die optische Wahrnehmung allein nicht ausreicht.
Liegt die relevante Abweichung beispielsweise bei knapp unter oder knapp über einer festgelegten Grenze, kann dies zu einer unterschiedlichen Einstufung führen.
Und genau zwischen KIG 2 und KIG 3 kann diese Einordnung für gesetzlich Versicherte besonders wichtig werden.
Sichtbar schiefe Zähne bedeuten deshalb nicht automatisch KIG 3
Das ist einer der häufigsten Denkfehler.
Ein Frontzahn kann auffällig verdreht oder aus der Zahnreihe herausstehen. Für Eltern ist sofort sichtbar, dass die Zahnstellung nicht ideal ist.
Trotzdem kann die maßgebliche Messung innerhalb des Bereichs liegen, der nur KIG 1 oder KIG 2 entspricht.
Umgekehrt können Fehlstellungen vorhanden sein, die einem Laien weniger dramatisch erscheinen, aufgrund der KIG Kriterien aber einen höheren Behandlungsbedarfsgrad erreichen.
Deshalb lässt sich die KIG Einstufung nicht zuverlässig anhand eines Fotos oder eines Blicks in den Mund selbst bestimmen.
Sie gehört in die Hände des Kieferorthopäden.
Beispiel Überbiss: Auch hier wird gemessen
Ein weiterer häufiger Befund ist der vergrößerte horizontale Abstand zwischen den oberen und unteren Frontzähnen.
Umgangssprachlich wird häufig einfach von einem Überbiss gesprochen.
Im KIG Schema wird unter anderem die sogenannte sagittale Frontzahnstufe betrachtet.
Auch hier gelten konkrete Abstände.
Bei einer nach vorne vergrößerten Frontzahnstufe sieht die Systematik beispielsweise so aus:
- bis 3 mm: Grad 1
- über 3 bis 6 mm: Grad 2
- über 6 bis 9 mm: Grad 4
- über 9 mm: Grad 5
Interessant daran:
Bei diesem speziellen Befund gibt es nicht für jeden Millimeterbereich automatisch jede einzelne KIG Stufe.
Es existiert hier beispielsweise kein entsprechender Grad 3 zwischen KIG 2 und KIG 4.
Das zeigt sehr schön, warum KIG keine einfache lineare Bewertung von eins bis fünf ist.
Die Einstufung hängt immer davon ab, welche konkrete Fehlstellung vorliegt.
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Auch ein offener Biss wird nach seinem Ausmaß beurteilt
Beim offenen Biss treffen bestimmte Zähne beim Zubeißen nicht aufeinander.
Je nach Lage kann zwischen den Zahnreihen ein sichtbarer Abstand verbleiben.
Auch dieser Abstand wird für das KIG System berücksichtigt.
Beim offenen Biss gelten wiederum eigene Messbereiche.
Vereinfacht:
- bis 1 mm: Grad 1
- über 1 bis 2 mm: Grad 2
- über 2 bis 4 mm: Grad 3
- über 4 mm kann je nach Art des offenen Bisses eine höhere Einstufung erreicht werden
Hier zeigt sich erneut:
Nicht allein die Bezeichnung „offener Biss“ entscheidet über die KIG Einstufung.
Entscheidend ist auch, wie stark die Fehlstellung ausgeprägt ist und um welche Form es sich handelt.
Kreuzbiss ist ebenfalls nicht gleich Kreuzbiss
Beim Kreuzbiss passen Ober und Unterkiefer beim Zusammenbeißen seitlich nicht in der normalen Weise zueinander.
Auch hier unterscheidet das KIG System verschiedene Befunde.
Ein Kopfbiss kann beispielsweise anders eingestuft werden als ein beidseitiger oder einseitiger Kreuzbiss.
Das klingt zunächst widersprüchlich, wenn man KIG nur als Schweregradskala betrachtet.
Es wird aber verständlicher, sobald man das System als Kombination aus
Art der Fehlstellung + festgelegtem Behandlungsbedarfsgrad
betrachtet.
Genau deshalb lohnt sich bei einer Diagnose immer die Frage:
Welche Fehlstellung wurde bei meinem Kind eigentlich gemessen?
Platzmangel ist etwas anderes als nur ein schiefer Zahn
Auch der Platz im Zahnbogen spielt eine Rolle.
Sind die Zähne im Verhältnis zum vorhandenen Platz zu groß oder ist der Kiefer zu schmal, können sich die Zähne nicht regelgerecht einordnen.
Sie drehen sich, stehen übereinander oder weichen nach innen beziehungsweise außen aus.
Im KIG System gibt es deshalb auch für den Platzmangel eigene Grenzwerte.
Vereinfacht gilt:
- bis 3 mm: Grad 2
- über 3 bis 4 mm: Grad 3
- über 4 mm: Grad 4
Wieder kann also ein Millimeterbereich darüber entscheiden, welchem Behandlungsbedarfsgrad der Befund zugeordnet wird.
Mehr zu Ursachen und verschiedenen Zahn und Kieferfehlstellungen findest du in unserem Dental Wiki zur Kieferorthopädie.
KIG 5 bedeutet nicht einfach „sehr schiefe Zähne“
Auch bei KIG 5 lohnt sich eine genauere Betrachtung.
Der höchste Behandlungsbedarfsgrad kann beispielsweise bei bestimmten besonders ausgeprägten Fehlstellungen oder schweren Anomalien erreicht werden.
Dazu zählen im KIG Schema unter anderem bestimmte
- kraniofaziale Anomalien,
- Zahnverlagerungen,
- extrem ausgeprägte sagittale Abweichungen
- oder schwere Formen eines offenen Bisses.
KIG 5 ist deshalb keine kosmetische Bewertung.
Es geht um klar definierte Befunde mit besonders hohem kieferorthopädischem Behandlungsbedarf.
Wann wird die KIG Einstufung vorgenommen?
Die Zuordnung zum KIG System soll unmittelbar vor Beginn der kieferorthopädischen Behandlung erfolgen.
Das ist gerade bei Kindern sinnvoll.
Zähne und Kiefer befinden sich während des Wachstums in ständiger Veränderung. Milchzähne fallen aus, bleibende Zähne brechen durch und die Kiefer entwickeln sich weiter.
Eine Beurteilung Jahre vor einer tatsächlichen Behandlung muss deshalb nicht zwangsläufig dem Befund entsprechen, der später unmittelbar vor Behandlungsbeginn vorliegt.
Der Kieferorthopäde beurteilt die dann aktuelle Situation.
Warum wird überhaupt so genau in Millimetern gemessen?
Das KIG System hat einen bestimmten Zweck.
Es soll einen möglichst nachvollziehbaren Maßstab dafür liefern, bei welchen Zahn und Kieferfehlstellungen ein kieferorthopädischer Behandlungsbedarf im Sinne der gesetzlichen Krankenversicherung erreicht wird.
Deshalb reicht eine Beschreibung wie
„ziemlich schiefe Zähne“
oder
„deutlicher Überbiss“
nicht aus.
Die Beurteilung soll nach definierten Kriterien erfolgen.
Für viele Eltern wirkt diese Grenze trotzdem hart.
Denn medizinisch kann auch bei einer Fehlstellung unterhalb der GKV Schwelle eine Behandlung sinnvoll erscheinen.
Das KIG System beantwortet aber nicht ausschließlich die Frage:
„Kann eine kieferorthopädische Behandlung etwas verbessern?“
Es dient auch dazu, den gesetzlichen Leistungsanspruch abzugrenzen.
Warum KIG 2 und KIG 3 finanziell so unterschiedlich sein können
An dieser Stelle treffen Zahnmedizin und Krankenversicherung aufeinander.
Für Kinder und Jugendliche besteht bei einer regulären kieferorthopädischen Behandlung grundsätzlich ab KIG 3 ein Leistungsanspruch im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung, sofern die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind.
Bei KIG 1 und KIG 2 besteht dieser Anspruch aufgrund der KIG Einstufung grundsätzlich nicht.
Genau darüber haben wir bereits ausführlich in unserer News „Die KIG Falle bei der Zahnspange: Wenn die Krankenkasse nicht zahlt“ geschrieben.
Ich möchte diesen Versicherungsbereich hier bewusst nicht noch einmal vollständig wiederholen.
Denn die Aufgabe dieses Artikels ist eine andere:
Du sollst verstehen, warum auf dem Behandlungsplan überhaupt KIG 2, KIG 3 oder beispielsweise D4 steht.
Ein Kassenfall bedeutet nicht, dass nur der eine KIG Befund behandelt wird
Hier steckt noch ein interessantes Detail im KIG System.
Angenommen, bei deinem Kind werden mehrere Fehlstellungen festgestellt.
Eine davon erfüllt die Voraussetzungen für KIG 3. Andere vorhandene Fehlstellungen erreichen vielleicht nur Grad 1 oder Grad 2.
Das bedeutet nicht automatisch, dass bei einer genehmigten Kassenbehandlung ausschließlich die einzelne KIG 3 Fehlstellung korrigiert werden darf.
Ist ein anspruchsbegründender Befund ab Grad 3 vorhanden, gehören nach den KIG Kriterien auch weitere behandlungsbedürftige Befunde niedrigerer Grade zur vertragszahnärztlichen Versorgung.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu der Vorstellung:
„Die Krankenkasse bezahlt nur genau den einen Zahn, der KIG 3 ausgelöst hat.“
So funktioniert eine kieferorthopädische Gesamtbehandlung nicht.
KIG bestimmt auch nicht automatisch die Art der Zahnspange
Eine weitere häufige Verwechslung:
Aus KIG 3 folgt nicht automatisch eine bestimmte Zahnspange.
Die KIG Einstufung beschreibt zunächst den Behandlungsbedarf.
Welche Behandlungsmethode anschließend sinnvoll ist, muss der Kieferorthopäde anhand des gesamten Befundes und des Therapieziels planen.
Dabei können unter anderem
- herausnehmbare Geräte,
- festsitzende Zahnspangen,
- unterschiedliche Bracketsysteme,
- Retentionsgeräte
- oder weitere kieferorthopädische Maßnahmen
eine Rolle spielen.
Das sind zwei unterschiedliche Fragen:
1. Welcher KIG Befund liegt vor?
und
2. Wie soll dieser Befund behandelt werden?
Die Zahl hinter KIG beantwortet nicht automatisch die zweite Frage.
Und was bedeutet das für eine Zahnzusatzversicherung?
Auch hier möchte ich bewusst nicht die komplette Versicherungsberatung in diesen Artikel ziehen.
Dafür haben wir unsere dauerhafte Seite zur Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie.
Ein Punkt ist für das Verständnis aber wichtig:
Bei Zahnzusatzversicherungen kann es einen erheblichen Unterschied machen, ob ein Tarif
- bei KIG 1 und 2 leistet,
- Mehrkosten bei KIG 3 bis 5 übernimmt,
- beide Bereiche absichert
- oder kieferorthopädische Leistungen nur eingeschränkt vorsieht.
Die KIG Einstufung ist damit nicht nur für die gesetzliche Krankenversicherung relevant.
Sie kann auch für die Leistung einer privaten Zahnzusatzversicherung eine wichtige Rolle spielen.
Allerdings gelten dort die jeweiligen Tarifbedingungen.
Mein Rat: Frag nicht nur „Welche KIG Stufe hat mein Kind?“
Wenn der Kieferorthopäde eine Einstufung vorgenommen hat, würde ich als Elternteil noch eine zweite Frage stellen:
„Welcher konkrete Befund führt zu dieser Einstufung?“
Das ist aus meiner Sicht viel hilfreicher.
Statt nur
„Mein Kind hat KIG 3“
weißt du anschließend vielleicht:
„Es liegt ein Engstand E3 vor.“
Oder:
„Der vergrößerte Überbiss führt zur Einstufung D4.“
Damit verstehst du wesentlich besser, worum es medizinisch überhaupt geht.
Interessant sind insbesondere diese Fragen:
- Welche Fehlstellung wurde festgestellt?
- Wie wurde sie gemessen?
- Wie groß ist die gemessene Abweichung?
- Welche KIG Gruppe und welcher Grad ergeben sich daraus?
- Gibt es noch weitere Fehlstellungen?
- Welche Behandlung empfiehlt der Kieferorthopäde und warum?
Dann wird aus einer abstrakten Zahl eine nachvollziehbare Diagnose.
KIG ist ein Messsystem und keine Schönheitsnote
Genau das solltest du aus diesem Artikel mitnehmen.
KIG 1 bis 5 bewertet nicht einfach, wie gerade oder schön die Zähne aussehen.
Das System ordnet definierte Zahn und Kieferfehlstellungen bestimmten Behandlungsbedarfsgraden zu.
Bei vielen Befunden spielen konkrete Millimeterwerte eine entscheidende Rolle.
Deshalb können zwei Zahnstellungen, die für einen Laien beinahe gleich aussehen, formal unterschiedlich eingestuft werden.
Und deshalb können umgekehrt zwei Kinder mit KIG 4 völlig unterschiedliche Fehlstellungen haben.
Wenn du auf einem kieferorthopädischen Behandlungsplan also beim nächsten Mal etwas wie E3, D4 oder K3 liest, weißt du:
Hinter dem Buchstaben steckt der Befund.
Hinter der Zahl steckt der Behandlungsbedarfsgrad.
Und hinter beidem stehen definierte Kriterien.
Unser ACIO Dental Wiki hilft dir dabei, solche zahnmedizinischen Begriffe Schritt für Schritt zu verstehen.
Denn bevor du über Kosten oder Versicherungsschutz nachdenkst, solltest du zunächst wissen:
Was wurde bei meinem Kind eigentlich festgestellt?