PKV Monitoring für die privaten Krankenversicherungen

Jens Rusteberg
Fachlicher Ratgeber von unserem ACIO-Experten

MBA & Gesellschafter-Geschäftsführer

Veröffentlicht am 08.09.2026
PKV Monitoring für die privaten Krankenversicherungen

Bildquelle: KI Generiert

Jeden Dienstag gibt es hier die neuesten Änderungen in der Welt der privaten Krankenvollversicherung und auch Krankenzusatzversicherungen. Neue Tarife, Beitragsanpassungen und was sie sonst noch Wissen müssen

Aktueller News Stand: 07.10.2026

Neue PKV-Zusatztarife: Barmenia startet neue Produktgenerationen

Im Markt für private Krankenzusatzversicherungen gibt es Anfang Oktober zwei größere Produktneuheiten: Die Allianz hat eine neue Krankenhauszusatzversicherung eingeführt (da haben wir schon berichtet), während die Barmenia ihr Zahnzusatzangebot mit einer neuen Tarifgeneration neu aufstellt.

Barmenia bringt neue Zahnzusatztarife auf den Markt

Auch die Barmenia stellt ihr Angebot in der Krankenzusatzversicherung neu auf. Zum 1. November 2026 startet die neue Tarifserie Mehr Zahn Kompakt.

Sie besteht aus vier Leistungsstufen:

  • Mehr Zahn Kompakt 70
  • Mehr Zahn Kompakt 80
  • Mehr Zahn Kompakt 90
  • Mehr Zahn Kompakt 100

Die Zahl im Tarifnamen gibt grundsätzlich den jeweiligen Erstattungssatz für Zahnersatz und Kieferorthopädie an. In den Varianten 80, 90 und 100 werden Zahnbehandlungen und Prophylaxe jeweils zu 100 Prozent übernommen.

Zur Leistung gehören unter anderem professionelle Zahnreinigung, hochwertige Kunststofffüllungen, Wurzel- und Parodontosebehandlungen, Implantate, Kronen, Brücken und Inlays.

Auch kosmetische Leistungen sind berücksichtigt: Für Bleaching können alle zwei Jahre bis zu 250 Euro erstattet werden.

Bei Kindern und Jugendlichen ist zudem Kieferorthopädie abgesichert, sofern die Behandlung vor dem 18. Geburtstag beginnt. Der Schutz gilt unabhängig vom Grad der Zahnfehlstellung.

Interessante Wechseloptionen bei der Barmenia

Die neue Tarifgeneration enthält zudem flexible Wechselmöglichkeiten. Kunden können den Versicherungsschutz zum 21. Geburtstag oder einmal nach sieben Versicherungsjahren ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen.

Grundsätzlich gibt es keine Wartezeiten. Zu Beginn gelten allerdings Leistungsstaffeln. Wer unmittelbar zuvor bereits mindestens sechs Monate eine andere Zahnersatzversicherung hatte, profitiert unter bestimmten Voraussetzungen von einer verkürzten Staffel.

Zusätzlich enthält die Tarifserie eine Innovationsgarantie. Dadurch sollen auch zukünftige medizinisch notwendige Behandlungsmethoden versichert sein, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch nicht verfügbar waren.

Der Wettbewerb in der Krankenzusatzversicherung bleibt hoch

Die beiden Produktstarts zeigen, wie intensiv der Wettbewerb im Markt für private Krankenzusatzversicherungen inzwischen ist. Die Versicherer setzen zunehmend auf klar gestaffelte Produktlinien, flexible Wechselmöglichkeiten und zusätzliche Leistungen, die über klassische Erstattungen hinausgehen.

Für Kunden bedeutet das mehr Auswahl, gleichzeitig werden die Unterschiede zwischen den einzelnen Tarifen größer. Neben dem Beitrag sollten deshalb insbesondere Leistungsgrenzen, Erstattungsstaffeln und spätere Wechselmöglichkeiten berücksichtigt werden.

Aktueller News Stand: 29.09.2026

PKV News Anfang Oktober 2026: Die Beitragsrunde 2027 wird konkreter

Jetzt kommt Bewegung in die PKV Beitragsrunde 2027. Bei AXA und DBV liegen erste neue Beiträge vor, gleichzeitig steht die Versicherungspflichtgrenze für 2027 inzwischen deutlich genauer fest.

Und genau hier lohnt es sich, etwas genauer hinzusehen. Denn aus „neue Beiträge 2027“ wird schnell die Schlagzeile „AXA erhöht die Beiträge“. So einfach ist es aber nicht.

Bei den jetzt veröffentlichten Werten von AXA und DBV geht es zunächst um Neugeschäftsbeiträge für Versicherungsbeginne ab dem 1. Januar 2027. Wer dort bereits privat krankenversichert ist, kann daraus noch nicht automatisch seine persönliche Beitragsentwicklung für 2027 ablesen.

Wer sich grundsätzlich mit einem Wechsel in die private Krankenversicherung beschäftigt, findet die wichtigsten Grundlagen und Leistungsunterschiede in unserem Ratgeber zur privaten Krankenversicherung.

AXA und DBV: Neue Neugeschäftsbeiträge ab Januar 2027

Bei der AXA Krankenversicherung und der DBV sind erste Neugeschäftsbeiträge für 2027 veröffentlicht worden.

Sie gelten für Versicherungsbeginne ab dem 1. Januar 2027.

Das ist eine wichtige Unterscheidung: Ein Vertrag mit Versicherungsbeginn vor diesem Datum wird durch diese veröffentlichten Neugeschäftsbeiträge nicht automatisch angepasst.

Bei AXA sind unter anderem Tarife beziehungsweise Tarifreihen aus folgenden Bereichen betroffen:

  • ActiveMe
  • EL BONUS
  • GesundExtra 1, 2 und 3
  • KGSU
  • VA2
  • VA6
  • VZ600
  • verschiedene Zahntarife
  • Krankentagegeldtarife der Reihen KTGA und KTGV
  • Kur- und Pflegeergänzungstarife

Bei der DBV betrifft die neue Kalkulation unter anderem Tarife aus den Reihen:

  • Vision B
  • B3
  • BS
  • BSG
  • BWE
  • BZ

Die tatsächliche Veränderung hängt vom konkreten Tarif und Eintrittsalter ab. Deshalb halte ich wenig von pauschalen Aussagen wie „AXA wird 2027 teurer“.

Eine Gesellschaft besteht aus vielen unterschiedlichen Tarifgenerationen und Versichertenkollektiven. Was bei einem Tarif deutlich steigt, kann bei einem anderen wesentlich moderater ausfallen.

Quelle: KVpro – BAP 2027 AXA/DBV

Versicherungspflichtgrenze 2027: Jetzt stehen 84.150 Euro im Raum

Fast noch wichtiger als die ersten Tarifbeiträge ist für viele Arbeitnehmer eine andere Zahl:

84.150 Euro.

Auf diesen Betrag soll die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze 2027 nach dem aktuellen Entwurf der Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung steigen.

2026 liegt sie bei 77.400 Euro.

Das wäre ein Anstieg um rund 8,7 Prozent innerhalb eines Jahres.

Für Arbeitnehmer ist diese Grenze entscheidend. Nur wenn das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt die maßgebliche Versicherungspflichtgrenze überschreitet, kann Versicherungsfreiheit eintreten und damit grundsätzlich die Wahl zwischen GKV und PKV möglich werden.

Die zusätzliche Besonderheit 2027: Neben der regulären Fortschreibung wurde eine außerordentliche Erhöhung um 3.600 Euro vorgesehen.

Das betrifft besonders Arbeitnehmer, die heute beispielsweise 79.000, 81.000 oder 83.000 Euro verdienen. Was 2026 noch oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, kann 2027 plötzlich darunter liegen.

Wir haben diese Problematik bereits ausführlicher in unserem Beitrag zur Anhebung der Versicherungspflichtgrenze 2027 behandelt.

Wichtig ist allerdings: Die 84.150 Euro stammen derzeit aus dem Entwurf der Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2027. Das vorgesehene Verordnungsverfahren muss noch abgeschlossen werden.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales – Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2027

Auch die Beitragsbemessungsgrenze steigt kräftig

Neben der Versicherungspflichtgrenze steigt voraussichtlich auch die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung deutlich.

Für 2027 sind derzeit 76.500 Euro jährlich beziehungsweise 6.375 Euro monatlich vorgesehen.

Für Gutverdiener in der gesetzlichen Krankenversicherung kann das unmittelbar höhere Beiträge bedeuten.

Der PKV-Verband errechnet auf Grundlage der vorgesehenen Werte für 2027 einen maximalen Gesamtbeitrag aus Kranken- und Pflegeversicherung von rund:

  • 1.345 Euro monatlich für Versicherte mit Kindern
  • 1.383 Euro monatlich für Kinderlose

Das sind Gesamtbeiträge. Bei Arbeitnehmern wird der beitragsfähige Anteil grundsätzlich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt.

Es geht also nicht nur darum, dass die Hürde für einen Wechsel in die PKV steigt. Gleichzeitig steigt bei hohen Einkommen auch die Berechnungsgrundlage für Beiträge innerhalb der GKV.

Quelle: PKV-Verband – Sozialversicherungsrechengrößen 2027

Krankenzusatzversicherung: Der Markt wächst weiter

Während in der Krankenvollversicherung über Beitragsgrenzen und neue Kalkulationen diskutiert wird, wächst ein anderer Bereich der privaten Krankenversicherung ziemlich kontinuierlich weiter.

Die Zahl der Menschen mit einer privaten Krankenzusatzversicherung stieg 2025 um 2,8 Prozent auf rund 32,2 Millionen.

Damit haben mittlerweile deutlich mehr Menschen eine private Zusatzversicherung als eine private Krankenvollversicherung.

Bei ACIO betrifft dieser Markt insbesondere Bereiche wie die Zahnzusatzversicherung, die Krankenhauszusatzversicherung oder die Krankentagegeldversicherung.

Interessant wird es allerdings beim Blick auf die einzelnen Versicherer.

Concordia wächst prozentual am stärksten

Nach den Auswertungen des Map-Reports konnte die Concordia ihren Bestand an Zusatzversicherten 2025 um rund 20 Prozent ausbauen.

Zweistellige Wachstumsraten erreichten auch:

  • Münchener Verein
  • Vigo
  • LKH

In absoluten Zahlen sieht die Rangfolge anders aus.

Die Allianz gewann mehr als 203.000 Zusatzversicherte hinzu. Bei der R+V waren es rund 113.000, beim Münchener Verein knapp 101.000.

Das sind durchaus beeindruckende Zahlen.

Sie zeigen aber auch: Über Erfolg oder Misserfolg eines Krankenversicherers lässt sich nicht allein anhand seiner Größe urteilen. Produktpolitik, neue Tarifgenerationen, Vertriebswege und Kooperationen können Bestände innerhalb kurzer Zeit erheblich verändern.

Quellen:

Aktueller News Stand: 15.09.2026

PKV 2027: Erste Tarifprüfungen – große Unterschiede bei Beitragsanpassungen möglich

Die privaten Krankenversicherer bereiten sich auf die Beitragsrunde 2027 vor. Bei ersten Gesellschaften ist bereits bekannt, welche Tarife überprüft werden oder bei welchen Produkten mit einer Neukalkulation gerechnet werden muss. Belastbare endgültige Beitragssätze für 2027 liegen allerdings vielfach noch nicht vor.

uniVersa: 2027 werden zahlreiche Tarife überprüft

Bei der uniVersa sind unter anderem verschiedene Tarife der Vollversicherung von der nächsten Kalkulationsrunde betroffen. Dazu zählen beispielsweise uni-A 155, uni-A 310, uni-A 620 sowie verschiedene Tarife der Produktlinien uni-intro und uni-VE. Für andere Tarife, darunter uni-A 100 und uni-A 80, werden teilweise Beitragsgarantien ausgewiesen.

Wie groß die Unterschiede innerhalb eines Versicherers ausfallen können, zeigt ein Blick auf die vorherige Beitragsrunde. Für 2026 wurden beispielsweise beim Tarif uni-A 1360 – abhängig vom Eintrittsalter – Veränderungen zwischen minus 10 Prozent und plus 17 Prozent ausgewiesen. Beim Tarif uni-VE 1300H reichte die Anpassung je nach Eintrittsalter von rund plus 4 bis plus 16 Prozent.

Auch andere Tarife zeigten deutliche Unterschiede. Beim uni-A 620 wurden je nach Eintrittsalter Erhöhungen von etwa 7 bis 14 Prozent ausgewiesen, beim uni-A 310 lagen sie zwischen rund 7 und 13 Prozent. Gleichzeitig blieben einzelne Tarife oder Altersgruppen aufgrund einer Beitragsgarantie vollständig stabil.

Diese Beispiele zeigen, warum pauschale Aussagen wie „die PKV steigt um zehn Prozent“ für einzelne Versicherte nur begrenzt aussagekräftig sind. Entscheidend sind immer Tarif, Altersgruppe und die konkrete Kalkulation des Versicherers.

Für die 2027er Anpassung der uniVersa sind die endgültigen prozentualen Veränderungen derzeit noch nicht veröffentlicht. Nach aktuellem Informationsstand werden konkrete Werte voraussichtlich erst im weiteren Verlauf des Herbstes bekannt.

DKV: Beitragsanpassungen und weitere Tarifprüfungen

Auch bei der DKV laufen Beitrags- und Leistungsanpassungen. Der Versicherer informiert aktuell unter anderem über Beitragsänderungen zum 1. Juli 2026. Hintergrund sind gestiegene Leistungsausgaben und die regelmäßige gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung der Rechnungsgrundlagen.

Daneben werden weitere Tarife mit Blick auf kommende Kalkulationsperioden überprüft. Bei einer solchen Tarifprüfung steht allerdings noch nicht automatisch fest, dass der Beitrag steigt. Je nach Entwicklung der Leistungsausgaben, Rechnungsgrundlagen und Alterungsrückstellungen kann eine Neukalkulation unterschiedlich ausfallen.

Ein interessantes aktuelles Beispiel aus der Zusatzversicherung liefert die DKV zudem bei der Auslandsreisekrankenversicherung. Dort verweist das Unternehmen darauf, dass die Leistungsausgaben seit 2022 deutlich gestiegen sind. Betroffen sind unter anderem Produkte der Reihen ReiseMed und FamilyMed.

Nicht jede Anpassung bedeutet eine Beitragserhöhung

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer Tarifprüfung und einer tatsächlichen Beitragsanpassung. Versicherer müssen regelmäßig prüfen, ob die ursprünglich kalkulierten Leistungsausgaben noch mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmen. Erst wenn bestimmte gesetzliche oder tarifliche Schwellen überschritten werden, erfolgt eine Neukalkulation.

Dabei können Beiträge steigen, gleich bleiben oder – wie einzelne Tarifbeispiele zeigen – sogar sinken.

Das Beispiel uniVersa verdeutlicht die Spannbreite besonders gut: Während für einzelne Konstellationen zuletzt Erhöhungen von bis zu rund 17 Prozent ausgewiesen wurden, gab es auf der anderen Seite auch Senkungen um etwa 10 Prozent.

Zusatzversicherungen ebenfalls im Blick behalten

Neben der Krankenvollversicherung werden auch Zusatzversicherungen regelmäßig neu kalkuliert. Dazu gehören beispielsweise Zahnzusatz-, ambulante und stationäre Ergänzungstarife.

Bei der uniVersa waren bereits in der vorherigen Beitragsrunde unter anderem die Zusatzversicherungstarife uni-dent|Privat, uni-med|A-Komfort, uni-med|A-Premium und uni-SZ II plus von einer Beitragsanpassung betroffen.

Gerade im Zusatzversicherungsbereich lohnt deshalb ebenfalls ein genauer Blick auf den einzelnen Tarif. Durchschnittswerte für eine Gesellschaft sagen wenig darüber aus, was bei einem konkreten Vertrag passiert.

In den nächsten Wochen dürfte es deutlich konkreter werden

Die entscheidende Phase für die Beitragsrunde 2027 beginnt erst. Im Laufe des Herbstes dürften weitere Versicherer ihre konkreten Anpassungen veröffentlichen und ihre Kunden informieren.

Dann wird sich zeigen, welche Gesellschaften und Tarife tatsächlich stärker betroffen sind und wo Beiträge stabil bleiben oder sogar sinken.

Wir beobachten die Beitrags- und Tarifentwicklung bei den wichtigsten privaten Krankenversicherern weiter und berichten über relevante Änderungen bei Krankenvoll- und Krankenzusatzversicherungen.

Aktuelle News Stand: 08.09.2026

PKV-News: Die wichtigsten Änderungen im Sommer 2026

In den vergangenen acht Wochen hat sich bei mehreren privaten Krankenversicherern einiges bewegt. Im Mittelpunkt stehen neue Vollversicherungstarife, neue Angebote in der Krankenzusatzversicherung sowie erste Signale für die Beitragsentwicklung 2027.

Neue Tarife in der Vollversicherung

Bei der INTER wurde die QualiMed-Tarifwelt erweitert. Seit Juli steht eine neue Selbstbeteiligungsstufe von 2.400 Euro zur Verfügung. Die neuen Varianten gibt es in den Bereichen Basis, Exklusiv und Premium. Für die neue Tarifstufe wurde zudem eine Beitragsstabilität bis mindestens Ende 2027 zugesagt.

Auch die Landeskrankenhilfe (LKH) hat ihr Angebot erweitert. Mit BeihilfeUpgrade wurde zum 1. Juli eine neue Vollversicherungslinie für Beamte und Beamtenanwärter eingeführt. Das Konzept besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Bausteinen und soll eine flexible Absicherung entsprechend dem jeweiligen Beihilfeanspruch ermöglichen.

Bei der Continentale steht mit COMFORT-U ebenfalls ein neuer Vollversicherungstarif im Fokus. Der Tarif kombiniert unter anderem umfangreiche Leistungen mit einer flexiblen Selbstbeteiligung und Beitragsrückerstattung.

Der Münchener Verein ist mit BestensGesund Premium ebenfalls mit einer neuen Vollversicherung am Markt vertreten. Der Tarif wurde als moderne Krankenvollversicherung mit umfangreichen Leistungen und verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten positioniert.

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Allianz startet neue Krankenhauszusatzversicherung

Eine wichtige Produktneuheit gibt es auch in der Krankenzusatzversicherung: Die Allianz führt zum 1. Oktober 2026 die neue stationäre Zusatzversicherung MeinKrankenhausschutz ein.

Die neue Tarifgeneration wird in den Varianten Plus und Best angeboten. Zu den Neuerungen gehören unter anderem eine Absicherung stationärer Leistungen auch in bestimmten Privatkliniken, eine Wahlmöglichkeit zwischen Tarifen mit und ohne Alterungsrückstellungen sowie eine vereinfachte Gesundheitsprüfung.

Im Tarif Best sind unter den vorgesehenen Voraussetzungen auch Leistungen in reinen Privatkliniken vorgesehen. Darüber hinaus gehören beispielsweise eine Haushaltshilfe und eine Entbindungspauschale zu den Leistungsmerkmalen.

Damit bringt die Allianz eine neue Tarifgeneration in einen für die PKV-Zusatzversicherung wichtigen Produktbereich. Zum Artikel bei ACIO

Weitere Leistungsänderungen

Auch bei bestehenden Produkten gibt es Veränderungen.

Die DKV passt zum 1. Oktober 2026 Leistungen aus der privaten Pflegezusatzversicherung an. Das vereinbarte Pflegetagegeld wird dabei unter den vorgesehenen Voraussetzungen automatisch angepasst, ohne dass eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich ist.

Bei der Hallesche wurden zum 1. Juli Änderungen bei den Beihilfetarifen BE und CEB vorgenommen. Hintergrund sind Änderungen im Beihilferecht.

Daneben wurden zum 1. Juli auch Regelungen des PKV-Standardtarifs angepasst. Unter anderem wurde der Selbstbehalt für bestimmte Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel von 306 auf 500 Euro angehoben.

Beitragsanpassungen 2027 rücken näher

Mit Blick auf das kommende Jahr wird die Beitragsentwicklung zunehmend interessant. Konkrete Anpassungssätze für 2027 sind bei vielen Versicherern zwar noch nicht veröffentlicht, erste Beitragsgarantien geben aber bereits Hinweise auf die weitere Entwicklung.

Die SIGNAL IDUNA hat für zahlreiche Tarife bereits eine Beitragsstabilität für 2027 angekündigt. Auch die INTER hat für die neue QualiMed-2400-Tarifstufe eine entsprechende Stabilität zugesagt.

In den kommenden Wochen dürfte das Thema Beitragsanpassungen deutlich stärker in den Mittelpunkt rücken. Sobald weitere Versicherer konkrete Entscheidungen und Zahlen veröffentlichen, wird sich besser abschätzen lassen, welche Tarifgenerationen tatsächlich betroffen sind.

Fazit

Die vergangenen Wochen waren vor allem durch neue Tarifgenerationen und Produktentwicklungen geprägt. Mit COMFORT-U, BeihilfeUpgrade und QualiMed 2400 gibt es mehrere interessante Neuerungen in der Vollversicherung. In der Zusatzversicherung sorgt insbesondere der neue Allianz MeinKrankenhausschutz für Bewegung.

Gleichzeitig beginnt sich die Beitragsrunde 2027 abzuzeichnen. Noch sind konkrete Zahlen rar – die kommenden Wochen dürften hier jedoch deutlich mehr Klarheit bringen.

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