Einkommensschutz bei Arbeits­unfähigkeit:
Krankentagegeld oder Einkommens­schutz­brief?

  • Krankentagegeld und Einkommensschutzbrief im Vergleich
  • Leistungsdauer, Rückfälle und Kündigungsrechte erklärt
  • Beispielbeiträge für 600 Euro Absicherung

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Einkommen bei Krankheit absichern: Entscheidend ist, was im Ernstfall wirklich gezahlt wird

Wer länger krank ist und nicht arbeiten kann, muss häufig nicht nur mit gesundheitlichen, sondern auch mit finanziellen Folgen rechnen. Bei Arbeitnehmern endet die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers in der Regel nach sechs Wochen. Anschließend zahlt die gesetzliche Krankenversicherung Krankengeld – das bisherige Nettoeinkommen wird dadurch jedoch meist nicht vollständig ersetzt. Genau diese Einkommenslücke sollen private Versicherungen schließen.
Neben der klassischen Krankentagegeldversicherung werden inzwischen auch Produkte unter Bezeichnungen wie Einkommensschutz, Arbeitsunfähigkeitsschutz oder Einkommensschutzbrief angeboten. Das Ziel klingt ähnlich. Die Leistungen können sich jedoch erheblich unterscheiden.
Entscheidend ist deshalb nicht, wie eine Versicherung heißt, sondern vor allem: Wann zahlt sie? Wie lange zahlt sie? Und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Das Wichtigste zum Einkommens­schutz

Ähnliches Versprechen – unterschiedliche Leistungen

Einkommensschutzbrief und Krankentagegeld sollen die finanzielle Lücke bei längerer Krankheit schließen. Wie lange gezahlt wird, wann ein Anspruch entsteht und wie Rückfälle behandelt werden, kann sich jedoch erheblich unterscheiden.

Ohne Gesundheitsfragen bedeutet nicht automatisch besser

Ein Abschluss ohne Gesundheitsfragen ist einfach und gerade bei Vorerkrankungen interessant. Entscheidend bleiben aber die Versicherungsbedingungen. Auch Produkte ohne Gesundheitsprüfung können Wartezeiten, Leistungsgrenzen und Ausschlüsse enthalten.

Bei längerer Krankheit zählt die Leistungsdauer

Ein günstiger Monatsbeitrag allein sagt wenig über die Qualität der Absicherung aus. Während manche Einkommensschutzprodukte nur für einen begrenzten Zeitraum zahlen, kann ein klassisches Krankentagegeld bei fortbestehender vorübergehender Arbeitsunfähigkeit wesentlich länger leisten.

Was bedeutet Einkommens­schutz?

Einkommensschutz ist keine einzelne, einheitlich ausgestaltete Versicherungsart. Unter diesem Begriff werden unterschiedliche Versicherungskonzepte angeboten, die finanzielle Folgen eines Einkommensausfalls absichern sollen. Je nach Produkt können beispielsweise folgende Risiken versichert werden:
  • Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall
  • Arbeitslosigkeit
  • Berufsunfähigkeit
  • Todesfall
Der aktuelle Smava Einkommensschutzbrief besteht beispielsweise aus den drei frei kombinierbaren Bausteinen Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit und Todesfall. Beim Baustein Arbeitsunfähigkeit können monatliche Leistungen bis 2.000 Euro vereinbart werden. Der Abschluss wird ohne Gesundheitsfragen angeboten.
Ein klassisches Krankentagegeld konzentriert sich dagegen gezielt auf den finanziellen Verdienstausfall aufgrund einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit. Genau dieser Unterschied in der Produktausrichtung führt auch zu teilweise erheblichen Unterschieden bei den Versicherungsbedingungen. Wie Krankentagegeld grundsätzlich funktioniert, lesen Sie in unserem Ratgeber zur Krankentagegeldversicherung.

Einkommensschutz und Krankentagegeld im direkten Vergleich

Wie unterschiedlich solche Konzepte ausgestaltet sein können, zeigt der Vergleich von drei aktuellen Lösungen:
  • Smava Einkommensschutz Arbeitsunfähigkeit als Einkommensschutzbrief ohne Gesundheitsfragen
  • AXA Krankengeld easy als Krankentagegeld für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer ohne Gesundheitsfragen
  • BBKK TA 43-183 als klassisches Krankentagegeld mit Gesundheitsprüfung
Die Angaben zum Smava-Produkt basieren auf den Versicherungsbedingungen des Einkommensschutzbriefes, Stand 07/2025. Die Angaben zu BBKK und AXA basieren auf den jeweils aktuellen Tarifinformationen und Versicherungsbedingungen.

Merkmal

Smava Einkommensschutz AU

AXA Krankengeld easy

BBKK TA 43-183

Produktart
Einkommens-/Arbeitsunfähigkeitsschutz
Krankentagegeld-Zusatzversicherung
klassische Krankentagegeldversicherung
Zielgruppe
Arbeitnehmer, Beamte und Selbstständige
gesetzlich versicherte Arbeitnehmer
Arbeitnehmer
Gesundheitsfragen
Nein
Nein
Ja
Maximale Absicherung
bis 2.000 € monatlich
bis 30 € täglich / ca. 900 € monatlich
entsprechend der versicherbaren Einkommenslücke
Leistungsbeginn
nach 42 Tagen AU
regelmäßig ab dem 43. Tag
ab dem 43. Tag
Wartezeit bei Krankheit
3 Monate
3 Monate
3 Monate; teilweise besondere Wartezeiten
Wartezeit bei Unfall
keine
keine
keine allgemeine Wartezeit
Leistungsauslöser
vollständige Arbeitsunfähigkeit nach eigener Definition der AVB
grundsätzlich Anknüpfung an die Einkommensersatzleistung der GKV
bedingungsgemäße ärztlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit
Maximale Leistungsdauer je AU
12 Monate
bis zu 78 Wochen bzw. bis zum Ende der vorübergehenden AU
keine feste zeitliche Höchstgrenze, solange vorübergehende AU besteht
Gesamtleistungsgrenze
36 Monatsleistungen insgesamt
kein vergleichbares 36-Monats-Gesamtlimit
kein vergleichbares Gesamtlimit
Erneute AU / Rückfall
neue Karenz; mindestens 2 Monate durchgehende Arbeitsfähigkeit zwischen zwei Leistungsfällen erforderlich
Rückfälle derselben Erkrankung können innerhalb von 6 Monaten zusammengerechnet werden
Rückfälle derselben Erkrankung können innerhalb von 6 Monaten zusammengerechnet werden
Bestehende AU bei Abschluss
nicht versichert; auch Ursachen und Folgen können ausgeschlossen sein
laufende bzw. bestimmte kurz zuvor bestehende AU ausgeschlossen
Gesundheitszustand wird bei Antragstellung geprüft
Kur / Reha
Kuren bei medizinischer Rehabilitation unter den Bedingungen versichert
Leistungen bei bestimmten AHB-, Sanatoriums- und Kurmaßnahmen; keine Leistung bei DRV-Reha
Leistungen bei bestimmten AHB-, Sanatoriums- und Kurmaßnahmen; keine Leistung bei DRV-Reha
Stufenweise Wiedereingliederung
keine ausdrückliche Leistungszusage in den vorliegenden AVB
Ja, nach vorheriger Zustimmung; Leistung reduziert sich entsprechend dem wieder erzielten Arbeitsentgelt
Ja, 50 % für bis zu 28 Tage, sofern weiterhin mehr als 50 % AU besteht
Kinderkrankengeld
nicht Bestandteil des AU-Bausteins
Ja, wenn auch die GKV leistet
Nein
Bei Eintritt einer Berufsunfähigkeit
dauerhafte Berufsunfähigkeit ist vom AU-Schutz ausgeschlossen
keine BU-Nachleistung; Anwartschaft kann möglich sein
Krankentagegeld kann unter Voraussetzungen noch bis zu 6 Monate weitergezahlt werden; Anwartschaft möglich
Maximale Vertragsdauer
10 Jahre
keine vergleichbare feste 10-Jahres-Grenze
langfristiger Krankentagegeldvertrag
Ende laufender Leistungen bei Vertragsende
laut AVB grundsätzlich ja
keine vergleichbare Regelung aufgrund einer festen 10-Jahres-Vertragsdauer
keine vergleichbare feste Vertragsendgrenze
Kündigung durch Kunden
erstmals zum Ablauf des 3. Versicherungsjahres; danach monatlich
monatlich möglich
erstmals nach Mindestversicherungsdauer; danach zum Ende des Versicherungsjahres
Ordentliches Kündigungsrecht Versicherer
AVB nennen eine Kündigung durch den Versicherer zum Jahrestag als möglichen Beendigungsgrund
AXA verzichtet darauf
BBKK verzichtet darauf
Alterungsrückstellungen
keine klassische Krankentagegeld-Kalkulation mit ausgewiesenen Alterungsrückstellungen
Nein
Ja
Beitragsanstieg allein aufgrund des Alters
aus den vorliegenden Unterlagen nicht ersichtlich
Ja – Wechsel in Alters- und Beitragsgruppen
Nein – keine planmäßigen Altersgruppensprünge
Besondere Stärke
einfacher Abschluss ohne Gesundheitsfragen; auch für Beamte und Selbstständige; kombinierbar mit Arbeitslosigkeit und Todesfall
keine Gesundheitsfragen, einfacher Leistungsauslöser, Kinderkrankengeld, flexibel kündbar
langfristige Absicherung, unbegrenzte Leistungsdauer bei fortbestehender vorübergehender AU, Alterungsrückstellungen und gute Rückfallregelung
Wichtige Einschränkung
12 Monate je AU, 36 Monatsleistungen insgesamt, Requalifikationszeit und maximal 10 Jahre Vertragsdauer
altersabhängige Beitragsstufen und Leistungsbegrenzung innerhalb des ersten Versicherungsjahres
Gesundheitsprüfung erforderlich
Beim BBKK TA 43-183 werden Leistungen ohne feste zeitliche Höchstgrenze bis zum Ende der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit erbracht. Die BBKK verzichtet auf ihr ordentliches Kündigungsrecht und rechnet bei einer Rückfallerkrankung innerhalb von sechs Monaten die Krankheitstage zusammen.
Beim AXA Krankengeld easy besteht keine Gesundheitsprüfung. Auch AXA verzichtet auf ihr ordentliches Kündigungsrecht. Der Tarif kann monatlich gekündigt werden und sieht bei Rückfällen innerhalb von sechs Monaten eine Anrechnung vorheriger Arbeitsunfähigkeitszeiten vor.

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Beispiel: Was kosten 600 Euro Einkommens­schutz?

Ein Preisvergleich allein reicht nicht aus, um die Qualität einer Versicherung zu beurteilen. Trotzdem zeigt eine konkrete Beispielrechnung, dass sich nicht nur die Leistungen, sondern auch die Beiträge erheblich unterscheiden können.
Für eine 1990 geborene Person und eine gewünschte zusätzliche Absicherung von etwa 600 Euro monatlich ergab unsere Berechnung am 21.10.2026:

Tarif

Monatliche Absicherung

Beitrag

Gesundheitsfragen

Alterungsrückstellungen

BBKK TA 43-183
ca. 600 €
7,76 €
Ja
Ja
AXA Krankengeld easy
600 €
11,40 €
Nein
Nein
Smava Einkommensschutz AU
600 €
16,01 €
Nein
keine klassische KTG-Alterungsrückstellung ausgewiesen
Die Beispielbeiträge zeigen lediglich den Preis zum Zeitpunkt der Berechnung. Für die langfristige Bewertung muss auch die Tarifkalkulation berücksichtigt werden.
Der BBKK TA 43-183 wird mit Alterungsrückstellungen kalkuliert. Dadurch entstehen für Erwachsene keine automatischen Beitragssteigerungen allein durch den Wechsel in eine höhere Altersgruppe. Allgemeine Beitragsanpassungen aufgrund veränderter Rahmenbedingungen sind trotzdem möglich.
AXA Krankengeld easy wird dagegen ohne Alterungsrückstellungen kalkuliert. Der Tarif enthält zehn Alters- und Beitragsgruppen. Beim Erreichen bestimmter Lebensalter gilt der Beitrag der jeweils neuen Altersgruppe.
Gut zu wissen
Ein heute günstiger Beitrag muss nicht automatisch auch langfristig der günstigste Beitrag bleiben.

Warum ist die maximale Leistungsdauer so wichtig?

Bei einer kurzen Erkrankung unterscheiden sich 600 Euro monatliche Absicherung zunächst kaum voneinander. Bei einer langen Erkrankung kann die maximale Leistungsdauer dagegen entscheidend werden.
Der Smava Einkommensschutz zahlt bei einer berechtigten Arbeitsunfähigkeit maximal zwölf Monate. Außerdem endet der Anspruch, nachdem insgesamt 36 monatliche AU-Leistungen erbracht wurden. Bei einer vereinbarten monatlichen Leistung von 600 Euro ergibt sich damit für einen einzelnen durchgehenden Leistungsfall eine maximale Zahlung von 12 × 600 Euro = 7.200 Euro.
Ein klassisches Krankentagegeld kann bei einer weiterhin bestehenden vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit erheblich länger leisten. Der BBKK TA 43-183 sieht beispielsweise keine feste zeitliche Höchstgrenze der Krankentagegeldzahlung vor.
Gerade bei schweren Erkrankungen ist deshalb nicht nur entscheidend, wie viel pro Monat gezahlt wird, sondern auch wie viele Monate überhaupt gezahlt werden können.

Was passiert bei einem Rückfall?

Viele Erkrankungen verlaufen nicht linear. Ein Arbeitnehmer kann nach mehreren Monaten Arbeitsunfähigkeit wieder arbeiten und einige Wochen später aufgrund derselben Erkrankung erneut ausfallen. Die Versicherungsbedingungen können in diesem Fall erhebliche Unterschiede machen.
Beim Smava Einkommensschutz beginnt die Karenzzeit grundsätzlich bei jeder neuen Phase der Arbeitsunfähigkeit erneut. Zusätzlich muss zwischen zwei Leistungsfällen eine durchgehende Arbeitsfähigkeit von mindestens zwei Monaten bestehen. Ist diese sogenannte Requalifizierungszeit nicht erfüllt, entsteht für die weitere Arbeitsunfähigkeit kein neuer Leistungsanspruch.
Beim BBKK TA 43-183 werden die Arbeitsunfähigkeitszeiten dagegen zusammengerechnet, wenn innerhalb von sechs Monaten nach der Genesung aufgrund derselben Erkrankung erneut Arbeitsunfähigkeit eintritt. Auch AXA Krankengeld easy enthält eine entsprechende Rückfallregelung innerhalb von sechs Monaten, sofern bereits Krankentagegeld geleistet wurde.
Bei Erkrankungen mit wiederkehrenden Beschwerden kann diese Regelung einen erheblichen Unterschied für den tatsächlichen Leistungsanspruch ausmachen.

Wann gilt man beim Einkommensschutz als arbeitsunfähig?

Auch der Begriff der Arbeitsunfähigkeit kann je nach Produkt unterschiedlich definiert sein.
Beim Smava Einkommensschutz liegt Arbeitsunfähigkeit vor, wenn der Versicherte aufgrund ärztlich nachgewiesener Gesundheitsstörungen vorübergehend vollständig außerstande ist, seine bisherige oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeübt werden kann und seiner bisherigen Lebensstellung entspricht.
Für Selbstständige gilt zusätzlich: Wer weiterhin mitarbeitend, leitend oder beaufsichtigend im eigenen Gewerbe tätig ist, gilt während dieser Tätigkeit nach den Bedingungen nicht als arbeitsunfähig. Der Leistungsauslöser ist damit nicht zwangsläufig identisch mit einer einfachen ärztlichen Krankschreibung.
AXA Krankengeld easy orientiert sich dagegen sehr stark an der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Tarif ergänzt die Einkommensersatzleistung der GKV.
Beim klassischen Krankentagegeld wiederum richtet sich die Arbeitsunfähigkeit nach den jeweiligen Versicherungsbedingungen des Tarifs. Auch deshalb lohnt sich der Blick ins Kleingedruckte.

Einkommensschutz ohne Gesundheits­fragen

Für viele Interessenten ist der Abschluss ohne Gesundheitsfragen besonders attraktiv. Das gilt vor allem dann, wenn bereits Erkrankungen oder Behandlungen in der Vergangenheit bestehen und Unsicherheit darüber herrscht, ob eine klassische Krankentagegeldversicherung den Antrag problemlos annehmen würde.
Smava bietet den Arbeitsunfähigkeitsschutz ohne Gesundheitsfragen an. Auch AXA Krankengeld easy verzichtet vollständig auf Gesundheitsfragen. Welche Krankentagegeld-Tarife ohne Gesundheitsfragen es gibt und worin sie sich unterscheiden, zeigt unsere Übersicht zur Krankentagegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung.
Das bedeutet allerdings nicht, dass alle gesundheitlichen Situationen automatisch versichert sind.

Keine Gesundheitsfragen heißt nicht: keine Ausschlüsse

Beim Smava Einkommensschutz ist eine bei Beginn des Versicherungsschutzes bereits bestehende Arbeitsunfähigkeit nicht versichert. Nach dem Wortlaut der Bedingungen gilt dies auch für deren Ursachen und Folgen. Auch Arbeitsunfähigkeiten aufgrund bereits vor Versicherungsbeginn geplanter oder ärztlich angeratener Operationen können ausgeschlossen sein. Im Leistungsfall kann der Versicherer unter anderem ärztliche Unterlagen und Bescheinigungen der Krankenkasse anfordern.
Auch AXA Krankengeld easy enthält trotz des Verzichts auf Gesundheitsfragen Einschränkungen. Keine Leistungspflicht besteht beispielsweise, wenn eine neue Arbeitsunfähigkeit ursächlich mit einer Erkrankung oder Unfallfolge zusammenhängt, wegen der der Versicherte innerhalb der sechs Monate vor Beantragung bereits arbeitsunfähig war. Ebenfalls problematisch können bereits bei Antragstellung bekannte zukünftige Arbeitsunfähigkeiten sein, beispielsweise aufgrund einer bereits geplanten Operation.
Der wichtige Unterschied
Keine Gesundheitsfragen bedeuten einen einfacheren Abschluss – nicht automatisch einen Versicherungsschutz ohne Einschränkungen.
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Ein wichtiger Unterschied: die Vertragsdauer

Auch die Dauer des Versicherungsschutzes sollte beim Einkommensschutz berücksichtigt werden. Der Smava Einkommensschutz läuft maximal zehn Jahre. Mit dem Ende des Versicherungsschutzes enden laut Versicherungsbedingungen grundsätzlich auch bereits laufende Versicherungsleistungen. Für eine heute 36-jährige Person kann der maximal gewählte Versicherungsschutz damit bereits ungefähr mit 46 Jahren enden.
Eine klassische Krankentagegeldversicherung ist dagegen grundsätzlich als längerfristige Absicherung des krankheitsbedingten Verdienstausfalls ausgestaltet. Beim BBKK TA 43-183 besteht beispielsweise eine Mindestversicherungsdauer von einem Jahr. Danach verlängert sich der Vertrag jeweils weiter. Gleichzeitig verzichtet die BBKK auf das ordentliche Kündigungsrecht.

Kann der Versicherer kündigen?

Gerade bei einer Versicherung gegen längere Krankheit ist die Vertragssicherheit wichtig. Wer bereits Leistungen erhalten hat oder gesundheitlich nicht mehr ohne Weiteres einen neuen Versicherungsvertrag abschließen könnte, ist besonders darauf angewiesen, dass der bestehende Schutz erhalten bleibt.
AXA und BBKK verzichten bei den verglichenen Krankentagegeldtarifen ausdrücklich auf das ordentliche Kündigungsrecht. Die Smava-AVB führen dagegen eine Kündigung durch den Versicherer zum Jahrestag des Beginns des Versicherungsschutzes als möglichen Grund für die Beendigung des Versicherungsschutzes auf.
Der Versicherungsnehmer selbst kann den Smava-Vertrag erstmals zum Ablauf des dritten Versicherungsjahres kündigen. Danach ist eine monatliche Kündigung möglich.

Was gilt während einer Wieder­eingliederung?

Nach einer längeren Erkrankung kehren Arbeitnehmer häufig nicht von heute auf morgen vollständig an ihren Arbeitsplatz zurück. Bei einer sogenannten stufenweisen Wiedereingliederung wird die Arbeitszeit schrittweise erhöht.
Der BBKK TA 43-183 sieht hierfür eine konkrete Leistung vor: Besteht weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 50 Prozent, kann für bis zu 28 Tage die Hälfte des versicherten Krankentagegeldes gezahlt werden.
Auch AXA Krankengeld easy kann während einer beruflichen Wiedereingliederung leisten. Die Leistung reduziert sich dabei entsprechend der zunehmenden Arbeitszeit beziehungsweise des wieder erzielten Arbeitsentgelts. Eine vorherige Zustimmung des Versicherers ist erforderlich.
Die vorliegenden Smava-Bedingungen enthalten dagegen keine vergleichbare ausdrückliche Leistungszusage für eine stufenweise Wiedereingliederung. Da vollständige Arbeitsunfähigkeit Voraussetzung für die Leistung ist und die Aufnahme jeglicher Erwerbstätigkeit angezeigt werden muss, sollte dieser Punkt vor Abschluss individuell geklärt werden.

Was passiert bei Berufs­unfähigkeit?

Arbeitsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit sind nicht dasselbe. Eine Krankentagegeld- oder Arbeitsunfähigkeitsversicherung soll grundsätzlich einen vorübergehenden Verdienstausfall absichern. Wird die gesundheitliche Einschränkung dauerhaft, kann stattdessen eine Berufsunfähigkeitsversicherung relevant werden.
Beim Smava Einkommensschutz besteht ausdrücklich kein Versicherungsschutz, wenn eine dauerhafte Berufsunfähigkeit im Sinne der Bedingungen eintritt.
AXA Krankengeld easy sieht nach Anerkennung einer Berufsunfähigkeit keinen zusätzlichen Nachleistungszeitraum vor. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Vertrag jedoch auf Anwartschaft gestellt und später wieder aktiviert werden.
Beim BBKK TA 43-183 kann das Krankentagegeld unter den tariflichen Voraussetzungen noch bis zu sechs Monate nach Anerkennung einer Berufsunfähigkeit weitergezahlt werden. Anschließend kann ebenfalls eine Anwartschaft möglich sein.

Das sagen unsere Kunden

6.975
Bewertungen
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Kundenzufriedenheit
4,8 / 5
ACIO Vergleichsportal 2026 – mit „sehr gut“ ausgezeichnet
Kundenbewertung vom 27. Okt 2026
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Einkommens­schutz­brief oder Krankentagegeld – was ist besser?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Ein Einkommensschutzbrief kann interessant sein, wenn mehrere Risiken wie Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit und Todesfall innerhalb eines Produktkonzepts kombiniert werden sollen. Der Verzicht auf Gesundheitsfragen kann ebenfalls ein wichtiges Argument sein.
Wer jedoch gezielt seine Einkommenslücke bei längerer Krankheit absichern möchte, sollte klassische Krankentagegeldtarife unbedingt in den Vergleich einbeziehen. Sie können je nach Tarif unter anderem Vorteile bieten bei:
  • der maximalen Leistungsdauer
  • wiederholter Arbeitsunfähigkeit
  • stufenweiser Wiedereingliederung
  • langfristiger Vertragssicherheit
  • der Beitragskalkulation
Und auch ein Krankentagegeld ohne Gesundheitsfragen ist inzwischen erhältlich.

Welcher Einkommensschutz passt zu wem?

Klassisches Krankentagegeld mit Gesundheits­prüfung

Ein Tarif wie der BBKK TA 43-183 kann interessant sein, wenn eine Gesundheitsprüfung möglich ist und langfristiger Krankentagegeldschutz im Vordergrund steht. Zu den wesentlichen Merkmalen gehören eine grundsätzlich unbegrenzte Leistungsdauer bei fortbestehender vorübergehender Arbeitsunfähigkeit, Alterungsrückstellungen, eine Rückfallregelung und der Verzicht des Versicherers auf sein ordentliches Kündigungsrecht.

Krankentagegeld ohne Gesundheits­fragen

AXA Krankengeld easy kann interessant sein, wenn eine Gesundheitsprüfung vermieden werden soll. Der Tarif ist speziell für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer konzipiert und kann ohne Gesundheitsfragen abgeschlossen werden. Dafür wird er ohne Alterungsrückstellungen kalkuliert, sodass mit zunehmendem Alter planmäßige Beitragsstufen gelten.

Einkommens­schutz­brief

Ein Einkommensschutzbrief kann interessant sein, wenn nicht ausschließlich Krankheit abgesichert werden soll. Beim Smava Einkommensschutz können beispielsweise Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit und Todesfall kombiniert werden. Zu berücksichtigen sind beim AU-Schutz insbesondere die Begrenzung auf zwölf Monate je Leistungsfall, maximal 36 Monatsleistungen insgesamt und die maximale Vertragsdauer von zehn Jahren.

Unser Fazit: Beim Einkommensschutz zählen die Bedingungen

Der Begriff „Einkommensschutz“ klingt zunächst einfach: Fällt Einkommen wegen einer längeren Krankheit weg, soll eine Versicherung die finanzielle Lücke schließen. In der Praxis können sich die Produkte hinter diesem Versprechen jedoch erheblich unterscheiden.
Gerade bei einer schweren Erkrankung entscheidet nicht der Name des Produkts darüber, wie gut das Einkommen geschützt ist, sondern das, was tatsächlich in den Versicherungsbedingungen steht.
Ein Abschluss ohne Gesundheitsfragen kann attraktiv sein. Er sollte aber nicht das einzige Entscheidungskriterium sein. Mindestens ebenso wichtig sind:
  • Leistungsdauer
  • Definition der Arbeitsunfähigkeit
  • Rückfallregelungen
  • Warte- und Karenzzeiten
  • Wiedereingliederung
  • Vertragsdauer
  • Kündigungsrechte
  • die langfristige Beitragsentwicklung

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Im ACIO Krankentagegeldvergleich können Sie Tarife verschiedener Versicherer gegenüberstellen und neben dem Beitrag auch wichtige Leistungsmerkmale vergleichen.
Stand der Produkt- und Beitragsangaben: 21.10.2026. Die genannten Beiträge sind Beispielberechnungen und können sich abhängig von Alter, Einkommen, gewünschter Leistung und Tarifentwicklung ändern. Maßgeblich für den Versicherungsschutz sind die jeweils gültigen Versicherungsbedingungen und der individuelle Versicherungsschein.

Häufige Fragen zum Einkommens­schutz bei Arbeits­unfähigkeit

Häufige Fragen zum Einkommensschutz bei Arbeitsunfähigkeit

Ist ein Einkommensschutzbrief eine Krankentagegeldversicherung?

Nicht zwingend. Ein Einkommensschutzbrief kann verschiedene Risiken wie Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit und Todesfall kombinieren. Eine Krankentagegeldversicherung ist dagegen speziell auf den krankheitsbedingten Verdienstausfall ausgerichtet. Beim Smava Einkommensschutz wird der AU-Baustein beispielsweise von CACI Non-Life DAC als Sachversicherer getragen.

Gibt es Krankentagegeld ohne Gesundheitsfragen?

Ja. AXA Krankengeld easy kann von gesetzlich versicherten Arbeitnehmern ohne Gesundheitsfragen abgeschlossen werden. Abhängig vom Einkommen sind bis zu 30 Euro Krankentagegeld täglich möglich.

Wie lange zahlt ein Einkommensschutz bei Arbeitsunfähigkeit?

Das hängt vom Produkt ab. Beim Smava Einkommensschutz ist die Leistung auf maximal zwölf Monate je Arbeitsunfähigkeit und insgesamt 36 monatliche AU-Leistungen begrenzt. AXA Krankengeld easy kann bis zu 78 Wochen leisten. Beim BBKK TA 43-183 besteht dagegen grundsätzlich keine feste zeitliche Höchstgrenze, solange eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit im Sinne der Bedingungen besteht.

Ist ein Tarif ohne Gesundheitsfragen immer die bessere Wahl?

Nein. Der Verzicht auf Gesundheitsfragen erleichtert den Abschluss, kann aber mit anderen Einschränkungen verbunden sein. Bei der Auswahl sollten insbesondere Leistungsdauer, Vorerkrankungsregelungen, Rückfälle, Vertragsdauer und Beitragsentwicklung berücksichtigt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Arbeitsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit?

Arbeitsunfähigkeit ist grundsätzlich ein vorübergehender Zustand, in dem eine Person krankheitsbedingt nicht arbeiten kann. Von Berufsunfähigkeit spricht man dagegen bei einer voraussichtlich längerfristigen oder dauerhaften gesundheitlichen Einschränkung der beruflichen Leistungsfähigkeit. Krankentagegeld und Arbeitsunfähigkeitsschutz sind deshalb kein vollständiger Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Thomas Hofstetter
Fachlicher Ratgeber von unserem ACIO-Experten für Krankentagegeld Zusatzversicherung.
Thomas Hofstetter

Thomas Hofstetter ist der Kopf hinter unseren Vergleichsrechnern und das seit über 25 Jahren. Er kennt die Tücken der Tarifbedingungen genau und prüft unsere Ratgeber regelmäßig auf fachliche Richtigkeit und Aktualität.